Team E: Neuland Ruhr

yellow z urbanism architekture, Zürich/Berlin || Stadt- und Regionalplanung
lad+ Landschaftsarchitektur Diekmann, Hannover || Landschaftsplanung
Gertz Gutsche Rümenapp Stadtentwicklung und Mobilität, Berlin || Mobilität

Weitere Teammitglieder:
Urbanista, Stadtentwicklung & Kommunikation, Hamburg
Nexthamburg Plus, Hamburg
Prof. Dr. iur. Benjamin Davy, Fakultät Raumplanung, TU Dortmund

Die Arbeit von yellow z aus Zürich bzw. Berlin umfasst die Erarbeitung von Stadtentwicklungskonzepten und -strategien, städtebaulichen Richt- und Rahmenplanungen, Quartiers- und Gestaltungsplanungen, Freiraumplanungen, Konzeptplanungen für öffentliche Bauten und Anlagen und den architektonischen Entwurf bis zur Baueingabe und Realisierung. Forschungsprojekte, Verfahrensbegleitung und -moderation sowie Publikationskonzepte ergänzen das Tätigkeitsspektrum. Regionale Projekte bearbeitete das Büro u. a. durch die Konzepterstellung für einen Regionalpark in der Region Aarau Olten Zofingen (Schweiz) und ein regionales Entwicklungskonzept für die Region Bern.

Die Schwerpunkte des interdisziplinär ausgerichteten Büros lad+ Landschaftsarchitektur aus Hannover liegen in der Erarbeitung von Entwicklungskonzepten für urbane Räume im regionalen und innerstädtischen Kontext. Dieses umfasst Planungen für öffentliche und private Freiräume (z. B. Grünzüge, Parkanlagen, Stadtplätze, Fußgängerzonen), Konversionen und Revitalisierungen von Freiräumen (historische Grünanlagen, ehemalige Militär- und Gewerbestandorte), Stadtentwicklungskonzepte und Strategien (z. B. Masterplanungen, Entwicklung von Leitbildern, Zwischennutzungen). In den letzten Jahren erarbeitete lad+ u. a. Entwürfe im Rahmen der Wettbewerbe Bern rUrban (Regionales Entwicklungskonzept) sowie zum Masterplan Emscher Zukunft.

Gertz Gutsche Rümenapp aus Berlin bietet Planungs-, Beratungs- und Forschungsleistungen in den vier eng verzahnten Themenfeldern „Verkehr und Mobilität“, „Stadtentwicklung und Infrastruktur“, „Siedlungsentwicklung und Finanzen“ sowie „Simulation regionaler Entwicklungen“. Im Themenfeld „Verkehr und Mobilität“ erarbeitet das Büro im Sinne einer integrierten Stadt- und Verkehrsplanung sowohl kommunale und regionale Verkehrskonzepte als auch verkehrliche Gutachten zu Einzelmaßnahmen. Die Tätigkeitsschwerpunkte liegen dabei vor allem in der Erhebung und Analyse des Verkehrsverhaltens, der Erarbeitung von Maßnahmen und Konzepten sowohl für einzelne Verkehrsträger als auch verkehrsträgerübergreifend, der gemeinsamen Betrachtung von Siedlungsstruktur und Verkehr, der Wirkungsabschätzung, Bewertung und Evaluation von Maßnahmen und Konzepten sowie in der Prognose und szenarienorientierten Betrachtung der zukünftigen Raum- und Verkehrsentwicklung. Auf regionaler Ebene war das Büro u. a. mit dem Verkehrsentwicklungsplan „pro Klima“ für die Region Hannover und dem Masterplan Daseinsvorsorge Nordfriesland tätig.

Kommentar der Jury zu Neuland Ruhr

Der Neulandansatz besticht auf Grund seiner klaren und konsequenten Bottom-Up-Position auf Basis einer Analyse der Gesamtregion. Er stellt als einziger die zunehmenden strukturellen Verwerfungen des Ruhrgebietes in den strategischen Mittelpunkt der Regionalplanung und setzt dabei auf die Selbstorganisation der Akteure. Dabei wird in Kauf genommen, dass die stabilen bzw. prosperierenden Teilräume ohne Förderung bleiben und sich stattdessen in einem Umlageverfahren an der Unterstützung der strukturschwachen Teilräume beteiligen.

Der Ansatz hat ein hohes Innovationspotenzial für planerische Organisation, in dem er Deregulierung und Re-Regulierung mit einem neuen Förderungskonzept verbindet. Das „Neuland“ als Labor wird über das Monitoring zur permanenten und interaktiven Regionalplanung, was erhebliche Veränderungen für die bisherige Verfahrensweise bedeutet. Der Prozess wird wichtiger als der Plan.

Gefördert durch:

Ruhrimpulse #Team E