Team D: WiR Metropole Ruhr

Urban Catalyst studio, Berlin | Landschaftsplanung
berchtoldkrass space&options, Karlsruhe | Stadt- und Regionalplanung
R+T Topp, Huber-Erler, Hagedorn, Darmstadt | Mobilität

Weiteres Teammitglied:
Integral Ruedi Baur Zürich GmbH, Zürich

Urban Catalyst studio, mit Sitz in Berlin, ist ein interdisziplinär arbeitendes Planungsbüro aus Architekten, Stadtplanern, Landschaftsarchitekten und Stadtforschern. Aufgabenschwerpunkte des Büros sind die Stadtforschung (Gutachten und Forschungsprojekte für Kommunen und Ministerien), der prozessorientierte Städtebau, nutzerbasierte Standort- und Freiraumentwicklung, Strategieentwicklung und Leitbilder für gesamtstädtische und regionale Planungen sowie die Gestaltung und Entwicklung öffentlicher Räume. Darüber hinaus steht das Büro für eine dialogbasierte Arbeitsweise, bei der die beteiligten Akteure durch innovative Formate in die Entwicklung von Raumstrategien einbezogen werden. Zu den bisher bearbeiteten Projekten des Büros gehören u.a. das kooperative Testplanungsverfahren zur zukünftigen Entwicklung der Metropolregion Zürich (Metrobild Zürich) sowie die Entwicklung von Landschaftsszenarien für das Land Sachsen-Anhalt.

Das in diesem Team für den Bereich Stadt- und Regionalplanung zuständige Büro berchtoldkrass space&options aus Karlsruhe entwickelt individuelle Lösungen für komplexe räumliche Fragestellungen und entwirft innovative Zukunftskonzepte und Umsetzungsstrategien für Quartiere, Städte und Regionen.  Es berät raumwirksam tätige Institutionen und Unternehmen in Fragen zukünftiger räumlicher  Entwicklungsmöglichkeiten und liefert mit seiner Expertise verlässliche und anschauliche Grundlagen für Entscheidungsträger. Systematisch-strukturiertes Analysieren und Problemlösen und kreatives Entwerfen gehören für das Büro untrennbar zusammen. Dabei bilden die entwerferische (Leit-)Bildentwicklung und die analytisch-konzeptionelle Arbeit mit Geoinformation zwei Kernbereiche. Zu Projekten des Büros berchtoldkrass im regionalen Maßstab gehörten ebenfalls die Erarbeitung von Bausteinen für das Metrobild  Zürich sowie der Entwurf eines regionalen Raumgerüsts für die Region Karlsruhe (Raumgerüst Region Karlsruhe 2030).

R+T Topp, Huber-Erler, Hagedorn aus Darmstadt arbeitet in dem Bereich Verkehrsentwicklungsplanung, Gesamtverkehrsentwicklungsplanung und Mobilitätskonzepte. Darüber hinaus bietet es eine Vielzahl von weiteren Leistungen an: Von lokalen Standortplanungen bis hin zu regionalen Verkehrsuntersuchungen, vom Fuß- und Radverkehr bis hin zum schienengebundenen ÖPNV. Der Tätigkeitsbereich des Büros umfasst außerdem die Erstellung unabhängiger Gutachten, ausführliche und kontinuierliche Beratung, Erstellung individueller Planungen und Moderation von Planungsprozessen. In den letzten Jahren wurde durch das Büro u. a. ein integriertes Verkehrs- und Landesentwicklungskonzept für Luxemburg erarbeitet.

Kommentar der Jury zur WiR Metropole Ruhr

Zentrale Frage des Teams ist, „wie können wir die gewohnten Mechanismen – die von expansivem Wachstum geprägt sind – verlassen und eine neue Vorstellung von einem `guten Leben´ in der Metropole Ruhr entwickeln?“ Antwort ist, das große „WIR“ (= regionale Handlungsebene mit den gemeinsamen Gütern Siedlungs-, Freiraum-, Mobilitätsstruktur und Wissen) und das kleine „wir“ (= lokale Kompetenz vor Ort) zu verbinden. Grundsätzlich wird ein neues Planungs- und Mitbestimmungssystem als Selbstverständnis vertreten, das zu mehr Lebensqualität führen soll.

Betont wird die Einzigartigkeit und Dynamik der Region, die geschichtlich bedingt ist und zur Vielfalt der Raumstruktur geführt hat. Auf dieser aufbauend soll ein Wechsel von der fossilen zur postfossilen Metropole Ruhr, von der Konkurrenz zur Kooperation stattfinden und gleichzeitig die lokale Ebene stärker integriert werden. Räumliches (Leit-)Bild ist eine Zellenstruktur aus kleinen und starken räumlichen Einheiten. Sie werden zusammengefasst in einer Dreigliederung der Region in Schutzzonen, dynamische Räume und stabile Räume. Das positive Veränderungspotenzial liegt in den dynamischen Räumen mit ihren Schwächen, die zu Stärken entwickelt werden können und sollen.

Gefördert durch:

Ruhrimpulse #Team D