Team A: Netzwertstadt

bgmr Landschaftsarchitekten, Becker Giseke Mohren Richard, Berlin/Leipzig | Landschaftsplanung
Uberbau, Berlin | Stadt- und RegionalplanungInD – InitialDesign, Berlin/Paris | Mobilität

Weitere Teammitglieder:

Dr. Weert Canzler, Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin, Berlin
Prof. Brigitte Scholz, Alunus Hochschule, Alfter bei Bonn
Dr. Fritz Reusswig, PIK – Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung, Berlin
LNC LogisticNetworkConsultants GmbH, Berlin

Das Büro bgmr Landschaftsarchitekten, mit Sitzen in Berlin und Leipzig, spannt in seinen Arbeiten den Bogen von der konzeptionellen Ebene bis zum Projekt und dessen baulicher Umsetzung. bgmr denkt Regionen und Städte aus der Landschaft und entwickelt Strategien zur Transformation und Profilierung dieser. Anstelle des Nebeneinanders der Akteure und Nutzungen setzt bgmr auf die Mehrdimensionalität der Raumentwicklung. Damit haben Leitbilder, Konzepte und Strategien Adressaten, Akzeptanz und Umsetzungsbezüge werden initiiert. Des Weiteren erarbeitet das Büro Strategien für den demographischen Wandel und für Klimaschutz/ -anpassung sowohl in regionalen und gesamtstädtischen Konzepten als auch in Forschungsprojekten. Zu regionalen Projekten in den letzten Jahren gehört u. a. die Strategie Stadtlandschaft 2017 - 2030 - 2050 Berlin. Für die Neubestimmung von Regionen „Nach der Braunkohle“ wurden großräumig Konzepte in der Lausitz und in Mitteldeutschland entwickelt.

Uberbau aus Berlin beschäftigt sich mit forschungsorientiertem, strategischem Städtebau, Stadt- und Regionalplanung sowie mit Architektur und Design gegenwärtig in Europa, Asien und Afrika. Die Projekte des Büros behandeln wiederkehrende Themen wie z. B. räumlicher Kontext, bauliche Dichte, Flexibilität, Mischnutzung und Phasierung, die als Voraussetzung für jeglichen Anspruch an Nachhaltigkeit angesehen werden. Dabei wird ein forschungsorientierter Ansatz verfolgt, der in multidisziplinärer Zusammenarbeit spezifische räumliche, soziale, kulturelle, ökologische und ökonomische Parameter eines gegebenen Untersuchungsgebiets erforscht und diese Vielfalt und Komplexität als Ausgangspunkt für Handlungsansätze nimmt. In den letzten Jahren beschäftigte sich das Büro mit territorialen Zukunftsbildern in Frankreich (u.a. Grand Paris), Russland (AMO ZIL Moskau), den Niederlanden (Forschungsprojekt Street Life) und Syrien (Aleppo City Vision).

Das Büro InD-initialdesign, mit Sitz in Berlin und Paris, entwickelt Strategien für die Reprogrammierung von Stadträumen und Landschaften. Schwerpunkt liegt dabei auf der Integrations- und Kooperationsplanung, der Umnutzung und der strukturellen Reorganisation. Ausgangspunkt der Interventionen sind die Themen Mobilität, Transport und Distribution; Infrastrukturplanung und Kommunikationstechnologie. Zu den Projekten aus den letzten Jahren zählen u. a. Grosse Emma – Regionale Versorgungssysteme (Ostdeutschland) sowie zwei Projekte im Rahmen von Grand Paris.

Kommentar der Jury zur Netzwertstadt

Der Ansatz der Netzwertstadt löst sich vom starren Regionalplan und betont das Arbeiten als Prozess, als Regionalmanagement. Dabei geht das Team von den tatsächlichen Situationen vor Ort aus und versucht Netzwerke und Wertschöpfungsketten in der Metropole Ruhr zu aktivieren. Ausgangspunkt ist dabei eine Stärken-Schwächen-Analyse mit einer gemeinsamen Einschätzung der Akteure. Die Vorschläge sehen sich als Ergänzung zur traditionellen Regionalplanung.

Das Team zeigt die dringende Notwendigkeit auf, das Thema Mobilität in den Fokus zu rücken. Nur durch die Umsetzung einer effektiven, einheitlichen, einer Metropole würdigen Mobilitätsstrategie wird der Weg hin zu einer international konkurrenzfähigen Metropole überhaupt erst möglich werden.

Gefördert durch:

Ruhrimpulse #Team A